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Der Ort Monda, Geschichte, Aktivitäten und Umgebung

 

Monda ist eine spanische Gemeinde in der autonomen Region Andalusien, in der Provinz Málaga, in der Region der Sierra de las Nieves. Die Stadt liegt 427 Meter über dem Meeresspiegel und seine Gemeinde erstreckt sich über eine Fläche von 58 Quadratkilometern und hat eine Bevölkerung von 2342 Einwohnern. Das Dorf liegt 45 km vom Flughafen Malaga entfernt und 15 km von Marbella (Costa del Sol). Öffentliche Verkehrsmittel Busverbindung Marbella-Monda 5x täglich.

Sierra de las Nieves

Geschichte

Der Fund von Steinäxten aus  neolithischer Zeit in der Nähe der Gemeindefelder, die Existenz einer römischen Brücke über den Arroyo de La Teja und eine römische Straße in der Nähe oder die Anwesenheit in der Mauren- Burg des Typs  römischer Baumeister, führen zur Annahme, dass Mondavon Alters her ein Ort der Ansiedlung von aufeinanderfolgenden Zivilisationen gewesen sein muss.

 

Im späten neunten Jahrhundert, als sich sein Königreich über fast ganz Andalusien ausdehnte, baute Omar Ben Hafsun die Burg Al Mundat, um die Truppen Cordobas abzuwehren. Dies war nach  Bobastros  Aufstand gegen die Macht Cordobas. Die Burg wurde von dem Warlord Saib Ibn Al-Mundhir im Jahr 308 der Hidschra zerstört. Dann wurde sie im elften Jahrhundert von den Hammudies wieder aufgebaut. Im dreizehnten Jahrhundert war Monda ein wichtiger Ort in der Region. Die Gemeinde wurde 1485 an Hurtado de Luna, Kapitän der Katholischen Könige übergeben, der der damit der erste christliche Gouverneur von Monda war.

 

Es gehörte in die Zuständigkeit von Málaga, als ein Begünstigter der Charta von Sevilla. Am Ort durften Muslime  bleiben, die Mudéjares genannt wurden. Nach dem Aufstand von 1501 in der Serrania de Ronda und der Region Marbella und Istan, wurden sie gezwungen sich zum Christentum zu bekehren.

 

Im Jahr 1508 gewährte König Ferdinand,  Marques von Villena und Herzog von Escalona, ​​die Herrschaft der Dörfer von Tolox und Monda auf Antrag von Doña Juana. Im Jahr 1570 ordnete er die Vertreibung der Mauren aus dem Königreich Granada an. Sie wurden vertrieben und durch 80 christliche Familien ersetzt. Das Vermögen der Mauren wurde beschlagnahmt. Die Vertriebene Bevölkerung wurde im Flachland angesiedelt.

Während des Unabhängigkeitskrieges spielte Monda eine wichtige Rolle in der Strategie des spanischen General Ballesteros, der die Guerillas der Bergregion befehligte.

 

Einige Historiker vermuten, dass hier die berühmte Schlacht von Munda zwischen Julius Caesar und den Pompeius Brüdern stattfand. Sicher scheint,  dass mit dem Auftauchen von Muslimen auf der Halbinsel, die jetzt die Ländereien der Gemeinde bilden, diese in das Abwehrsystem des Guadalhorce Tal integriert wurden und dafür diese Burg gebaut wurde.

 

Die Burg, deren Überreste sich  auf dem aktuellen Gemeindegebiet befinden, beherbergt heute ein elegantes Hotel und Restaurant und wird so von der Stadt den Besuchern gewidmet, die mehr über die Region über ihre Bewohner erfahren möchten. Normalerweise ist es ein sehr ruhiger Ort zum Entschleunigen  und Entspannen. Man atmet reine, klare Bergluft. Bei einem Spaziergang durch den Wald entdeckt man die Natur neu und bereichert  die fünf Sinne.

 

Denkmäler und Sehenswürdigkeiten

Zu den Denkmälern von Monda gehören die folgenden:

  • Burg arabischer Herkunft, die heute ein Hotel ist.
  • Kalvarienberg Monument.
  • Quelle des Cage (sein richtiger Name war Jaura oder „Al-Xaura“) einmal als Waschküche genutzt.
  • St. Santiago Kirche, auf einem arabischen Gebetshaus im sechzehnten Jahrhundert teilweise zerstört und im siebzehnten Jahrhundert wieder aufgebaut.
  • Zahlreiche Quellen, die Wasser für die Bewohner lieferten. (Quellen La Villa, La Esquina, Mea-Mea, La Jaula, Los Morales, ...)
  • Denkmal der Kohlearbeiter auf dem Platz der Kapelle.
  • Römerstraße und römische Brücke.
  • Einsiedelei von San Roque, im Weiler Alpujata.

 

Derzeit ist die Gemeinde eine von denenn das Biosphärenreservat Sierra de las Nieves von Malaga bilden, im Westen der Provinz. Dieser Park vereint und schützt das Wertvollste aus diesem Gebiet. Es zeichnet sich aus durch sehr unwegsames Gelände, mit 2000 Meter  hohen Bergen (wie Torrecilla) und  bildet damit das Dach der Provinz Malaga. Tiefe Schluchten und Täler kennzeichnen das Gebiet, wie Caina, mit mehr als hundert Meter tiefen Abgründen und Schluchten, die tausend Meter tief reichen. In der Sierra de las Nieves gibt es verschiedene geographische Umstände, die sein einzigartiges Aussehen und seine eigentümliche Natur erklären. In erster Linie ist ihre Situation. Der Park vereint drei sehr unterschiedliche geografische Gebiete: die Serrania de Ronda, das Guadalhorce-Tal und die Costa del Sol, jeweils mit ihren eigenen physischen und Umwelteigenschaften. Zweitens ist es die gesamte Übergangslinie zwischen dem Atlantik und Mittelmeer-Einfluss. Und drittens hat das Gebiet enorme Höhenunterschiede von wenigen hundert bis knapp zweitausend Metern auf wenigen Kilometern.

 

Alle diese Umstände bewirken, dass die Existenz einer unendlichen Anzahl von Mikroklimata, die eine ursprüngliche Flora hervorbringen.Es gibt ganz ursprüngliche Bäume unter all dieser Vegetation. Der originellste Vertreter und Botschafter des Parks ist die spanische Tanne, derpinsapo. Das ist eineTanneenart - ein Relikt aus der Eiszeit auf der iberischen Halbinsel ist und kommt  heute nur noch  in den hohen Bergen des westlichen Endes der Subbética Gebirge und das Gebirges Yebala, im Norden von Marokko vor. Das Pinsapovorkommen in der Sierra de las Nieves ist das umfangreichste der Welt. Einige der Exemplare sind rund 500 Jahre alt, wie z.B. die Escalereta, die mehr als fünf Meter Durchmesser hat  und sechsundzwanzig Meter hoch wird. Ihr Alter wird auf über 350 Jahre geschätzt undist damit die älteste pinsapo die im Park existiert.

 

Sie wurde zum Naturdenkmal erklärt. In dem umfangreichen Pinsaparwald von Yunquera, wächst auch die seltene blaue Spanische Tanne, die ihren Namen durch ihre immergrünen Blätter in türkisfarbton verdankt. Dies zeigt sich anschaulich, wenn es neben einem Dunkelgrünein Hellgrün gibt, das über den normalen Farbton liegt Die Pinsapartanne ist in einigen Bereichen der quejigos (einstmal reichlich, aber jetzt knapp wegen illegaler Abholzung) beheimatet nebenHifthorn, Wacholder, Eiben, Ahorne und Eschen. Diese sind auch bemerkenswert, mehr wegen ihrer Seltenheit als wegen  ihrer Verbreitung. Es gibt auch Ansammlungen von Bergeichen beiIstan und Monda sowie  Johannisbrotbaum-Dickichte und Kastanien beiTolox und Parauta. Eine gute Möglichkeit, um diese Waldvielfalt zu erleben, ist eine der Routen für Mountainbikes  oder Jeeps durch den Park, die speziell für diesen Zweck eingerichtet wurden, wie z.B. die von Monda-Istan.

 

Einzigartige Fauna und Flora

Die Sierra de las Nieves ist auch ein Schutzgebiet für Wildtiere im Park. Es leben dort ohne Verfolgungsangst  geschützte Arten wie Wildkatzen, Königsadler, Königseulen und Otter. Die hüfigsten Vertreter von Wildtieren sind  die Steinböcke, begleitet durch andere große Huftiere wie Rehe, Damwild und Mufflons. Um diesen natürlichen Reichtum zu beobachten, ist notwendig, in das Herz des Parks einzudringen, das sich auf den höchsten Ebenen, über 1500 Meter befinden. Es ist eine Herausforderung, die einige Anstrengungen erfordert, weil es im Park keine Straßen gibt sondern hat sondern nur Waldwege. Der Name des Parks deutet auf das Vorhandensein von ewigem Schnee auf den höchsten Gipfeln hin. Die Einheimischen haben Eis in den Schneefeldern gespeichert und im Schutze  der Nacht bis in die Küstenstädte und sogar bis Malaga auf den Rücken von Maultieren gebracht. Es gibt noch mehrere alte Brunnen im Park, einige von ihnen wurden restauriert, damit dieses alte Handwerk nicht in Vergessenheit gerät.

 

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